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26.11.2010 Mariaort

Regionale Energieoffensive im LK Regensburg

Regensburg/Oberpfalz. Die Freien Wähler im Bezirk Oberpfalz hielten kürzlich ihre Bezirksversammlung im gut gefüllten Kriegersaal in Mariaort ab. Im Anschluss der Versammlung referierten vier Freie Wähler zu Theme der Regionalen Energieoffensive der Freien Wähler.

Albert Geitner, Gemeinderat in Ursensollen, Landkreis Amberg-Sulzbach, stellte seine Gemeinde vor, die selbst 5,6 Millionen kWh Strom erzeugt und somit einen großen Teil der 11 Millionen kWh des Energiebedarf bereits regenerativ abdeckt. Massiv kritisierte er die Vorgaben des Bayerischen Innenministeriums, das mit der Angebundenheit an Siedlungen einen Großteil von Projekten verhinderte, so auch ein 25 ha-Gebiet in Ursensollen.

Harald Hillebrand, Landschaftsarchitekt und Stadtplaner aus Abensberg, erläuterte die Vorteile eines Energieleitplanes, mit dem man bereits im Vorfeld in Zusammenarbeit mit Bürgern und Fachstellen Unwägbarkeiten beseitigen, Bedarf ermitteln und Standorte für die verschiedenen Energieträger festlegen könne. Die Wertschöpfung bleibe erhalten und alle Bürger würden davon profitieren.

Hans Stangl, Kreisrat aus Cham konnte dies bestätigen und berichtete, dass derzeit im Landkreis Cham 162.963.000 kWh Strom erzeugt und somit 40.700 Haushalte mit Strom versorgt werden könnten. Zweidrittel davon sind grundlastfähig. In diesem Jahr wurde die Energiegenossenschaft Cham gegründet, dessen Vorsitz er inne hat. Damit soll allen Bürgern die Möglichkeit gegeben werden, sich selbst in der eigenen Region am Ausbau der Erneuerbaren Energie zu beteiligen. Aus der Praxis wusste er zu berichten, dass Windgutachten nicht vom Hersteller erstellt werden sollten. Gerade in der Oberpfalz sei es besonders wichtig, auf die Steuerung der Windräder zu achten, da die ständig wechselnden Windrichtungen zu Problemen führen würden.

Stefan Kreusel aus Pielenhofen berichtete aus der Praxis von der Umstellung auf LED Straßenbeleuchtungen. So wurden in Pielenhofen 80-W Leuchten durch 30 W LED-Leuchten bei gleicher Helligkeit ersetzt. Die Kosten für eine derartige Leuchte belaufen sich auf ca.450 Euro und haben eine Lebensdauer von 50.000 h. Dabei falle dort aber kein Quecksilber an, wie bei Energiesparlampen. D.h. die Lampen können nach einer ca. 25fachen Lebensdauer sogar im Hausmüll entsorgt werden. Die Einsparungen gegenüber Natriumdampflampen oder Quecksilber-Hochdrucklampen seien enorm. Insgesamt könnten bis zu 60 % Strom eingespart werden. Die sei bei einem Anteil am Weltenergieverbrauch von 20% ein großes Potential.
Die anwesenden Kommunalpolitiker waren sehr begeistert von den informativen Beiträgen und der gelungenen Veranstaltung.