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Exkursion im Solarpark Wild

Freie Wähler aus der Oberpfalz besuchen Solarpark Wild in Eckendorf-Nabburg

Der Nabburger Photovoltaik Pionier Hans Wild aus Eckendorf, Landkreis Schwandorf, begrüßte die FW Interessenten.

Ausstieg aus der Kernenergie, Förderung der erneuerbaren Energien und Klimaschutz sind Forderungen, die die Freien Wähler schon weit vor "Fukushima" gestellt haben. "Heute fühlen wir uns voll bestätigt", betonte der stv. Leiter des Arbeitskreises "Energie und Umwelt", Dipl. Ing. (FH) Harald Hillebrand (Abensberg), der selbst Vorstand der Bürger-Energie-Genossenschaft Bengel-KEH eG ist, bei einem Treffen.

Die Freien Wähler haben bereits 2009 bei ihrem Parteitag in Bad Rodach ein Umdenken bei der Energieversorgung auf dem Weg gebracht.

Hans Wild hat seinen Solarpark 2009 in nur 3 Monaten Bauzeit mit 21.600 PV Modulen realisiert. Wild ist ein Befürworter der Kürzung der PV Förderung da sich die Module bei den Gestehungskosten um 1/3 in den letzen Jahren verringert haben. Somit kann der Strompreis ebenfalls um 1/3 gesenkt werden. Der Anteil der Stromerzeugung aus PV-Anlagen beträgt in den Sommermonaten in Bayern nahezu 60 %.

Nicht gerechtfertigt ist, die EEG Umlage von 3,59ct/kWh ausschließlich auf private Haushalte und mittelständische Betriebe umzulegen. Großabnehmer sind von der EEG-Umlage befreit. Gerechterweise müssen Großabnehmer ihren Anteil an der Energiewende mit tragen. Handlungsbedarf sieht Wild bei der Netzstabilität in den alten Bundesländern da die neuen Bundesländer durch die Wiedervereinigung und den damit verbunden neuen Ausbau des Stromnetzes klar im Vorteil sind.

Eine weitere Änderung des EEG sieht vor, dass der EVU berechtigt ist, PV Anlagen bei Überkapazität ähnlich wie bei der Windenergie vom Netz zu nehmen. Der Ausgleich hierfür wurde bislang noch nicht genau definiert.

Erneuerbare Energien müssen weiter vorangetrieben werden da bereits sehr viel Steuergelder in die Entwicklung der Atomenergie gesteckt wurden und nun mehr der bevorstehende Rückbau der Deutschen Atomkraftwerke mit einen geschätztem Volumen von ca. 300 Milliarden Euro auch der Steuerzahler zu spüren bekommt. Es ist nun wichtig, aus den Fehlern des noch neuen EEG, das sehr viel Spielraum für Spekulationen und Auslegung offen gelassen hat, zu lernen. So scheint sich nun wieder in der Ausrichtung hin zur Offshore Windtechnik die Konzentration auf Energie in der Hand der Großkonzerne zu richten und nicht, wie so oft insbesondere von der FW gefordert die Dezentralisierung und Regionalisierung der Stromversorgung zu fördern.

Nach der neuen Überarbeitung des EEG sind es nun die Offshore Windkraftanlagen, den Grünen Strom weiterhin für den Verbraucher enorm verteuern. Hinzu kommt hier auch noch unbequeme und teuere Leitungsnetze von Nord nach Süd. Die Subventionen für den Kohlepfennig  belaufen sich bereits heute schon auf 600 Milliarden an welche ebenfalls der Steuerzahler und Stromverbraucher trägt.

Wasserkraftresourcen in Bayern besser nutzen

Dipl. Ing. Ingo Giersemehl von der Firma KOCHENDÖRFER Wasserkraftanlagen aus Pleystein informierte die Freien Wähler über wichtige Details zu den Thema Wasserkraft. Die Fa. Ist weltweit mit den Bau bzw. der Erneuerung von Wasserkraftwerken im Einsatz. In Bayern werden derzeit 4.200 Wasserkraftanlagen betrieben aber weitere 6.000 Wasserkraftwerke könnten hinzukommen das ist das geschätzte Potential. Diese Wasserwerke versorgen ca. 13 Millionen Personen mit Strom.

Der größte Vorteil liegt bei dieser Energieversorgung für die Energieeinspeisung an den vorhanden Stromleitungen und es werden durch die "dezentrale Stromgewinnung" keine Stromtrassen von Nord nach Süd benötigt. Somit bleibt der Strom regional und bezahlbarer und schafft derzeit ca. 4.200 Arbeitsplätze in Bayern.

Der Akademiker kann sich durchaus einige 2 MW Pumpspeicherwerke gestalterisch in der Landschaft vorstellen, da müssen auch keine Staumauern in die Landschaft gebaut werden.

Problematisch ist die geringe Vergütung des kWh Strompreises für Kleinkraftwasserwerke welche eine Modernisierung fast unmöglich macht. Die Berichte über den "Fischtod" durch die Turbinen kann Herr Giersemehl nicht nachvollziehen da immer ein Gitter vor den Turbinen vorgelagert ist welcher das Treibgut abwehrt.

Die Nachbarländer Österreich und Schweiz sind auf einem guten Weg, fast 90% ihres erzeugten Stroms aus der Wasserkraft zu gewinnen. Zudem hat die Wasserkraft auch das Potential bei einem Energiemix Netzstabilisator zu sein.