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Weihnachtsstimmung bei den Freien Wählerinnen aktiv
Kemnath. (ak) Der Duft von Glühwein, Punsch und Früchtetee, von Plätzchen, Weihnachtsstollen, Lebkuchen und süßen Leckereien lag beim Jahrestreffen der Freien Wählerinnen aktiv des Landkreises Tirschenreuth in der Luft. Sie besuchten am Donnerstag Abend die Konditorei Lehner in Kemnath, ließen sich Wissenswertes und Kniffe rund um die Erzeugnisse aus der Weihnachtsbäckerei von Konditormeister Max Lehner erzählen und kosteten seine selbst hergestellten Produkte.
1. Vorsitzende Manuela von Podewils hieß die Mitglieder im Cafe´ Lehner in gemütlicher Runde willkommen. Max Lehner erzählte von der Geschichte seiner Konditorei mit Cafe´, die von seiner Familie im Jahr 1961 gegründet wurden. Davor bestritt sie ihr Auskommen mit der Seifensiederei und Kerzenziehen. 1960 erwarb die Familie das Cafehaus als zweite Haushälfte, die vorher die AOK und Sparkasse beherbergte und baute den Betrieb stetig aus. Heute stehen er und sein Sohn Thomas, der ebenfalls den Meistertitel trägt, in der Backstube.
Der Handwerksmeister erläuterte der Damenrunde die Herstellungsweise und Zutaten seiner Produkte. In seinem Haus werden Plätzchen, Lebkuchen, Stollen und Pralinen gefertigt. „Der Dresdener Stollen ist aufgrund seiner Zutaten, viel Butter und Zucker, sehr schwer. Er wird dreimal gebuttert und gezuckert. Das erhöht die Haltbarkeit. Heute werden leichtere Stollen zum Beispiel mit Quark oder Mandelstollen bevorzugt“, erläuterte Lehner. Die Weihnachtsbäckerei beginnt bei ihm erst nach Allerheiligen. Das Angebot in den Lebensmittelmärkten ab der 37. Woche lehnten die Teilnehmerinnen als unpassend ab. In seiner Backstube werden Elisen-Lebkuchen hergestellt. Die Rezeptur mit mindestens 30 Prozent Mandeln, einer festen Gewürzmischung und 15 Prozent Mehl sind bindend. Er gab Dosen mit Lebkuchengewürz, dem Treibmittel Hirschhornsalz und Tonkabohne zum Riechen in die Damenrunde. „Frühers hütete der Backstubenleiter seine geheimen Rezepte wie seinen Augapfel“, erzählte er. Die Herstellung von Weihnachtsplätzchen ist sehr aufwändig; dabei ist die Hausfrau die beste Konkurrenz. Beim Backen ist die richtige Hitze für die Konsistenz entscheidend, das Trocknen davor oft hilfreich. Die Fettglasur wird heute zunehmend durch Kuvertüre ersetzt. Als in den 70iger Jahren erstmals eine Mikrowelle in seiner Konditorei angeschafft wurde, musste dafür extra eine Frequenzgenehmigung bei der Post eingeholt werden.
Gefertigt werden auch Schoko-Nikoläuse, Amaretto-Pralinen und leckere, regional bekannte Marzipanbananen. „Lieber etwas weniger, dafür was Gscheites aus unserer Region“, war die einhellige Meinung der Damenrunde, die auch einen Blick in Lehner`s Rezeptbücher, dem Schatz des Konditors nehmen durfte. Natürlich gehörte am Ende eine Verkostung der Konditoreierzeugnisse dazu, die ausgiebig genossen wurde.
Bild und Bericht Arnold Koch









