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Brandrede gegen Stromtrassen

Ein Populist will Hubert Aiwanger nicht sein

Roth (Der Neue Tag - 13.10.2014)

 

Ein Populist will Hubert Aiwanger nicht sein. Doch seit Jahren sucht er nach populären Themen. Den Kampagnen gegen Euro-Rettung, Studiengebühren und G8 soll der "Flächenbrand" gegen Stromtrassen folgen. Doch zunächst musste er mit einem Kabelbrand fertig werden.

Seit Jahren strebt Hubert Aiwanger nach einer wichtigeren Rolle in der Politik. Und seit Jahren folgt eine Kampagne der nächsten: gegen die Euro-Rettung, gegen Studiengebühren, gegen das achtjährige Gymnasium.


Nun soll die nächste Runde folgen: Der Freie-Wähler-Chef kündigt einen "Flächenbrand" gegen die zwei großen 500 Kilovolt-Höchstspannungstrassen an, über die Bayern ab dem nächsten Jahrzehnt norddeutschen Windstrom importieren soll. "Die Leute sind sauer, da wird die große Politik sich am Ende die Zähne ausbeißen", prophezeit der FW-Landesvorsitzende am Samstag in Roth, nachdem er mit 91,6 Prozent wiedergewählt worden war. Dem geplanten Flächenbrand geht beim Landesparteitag ein echter Kabelbrand voraus: Die Halle stinkt nach verbranntem Gummi, der Alarm schrillt, die Feuerwehr rückt an. Doch Aiwanger lässt sich davon nicht beeindrucken. "Ich rede einfach weiter", sagt er zu den knapp 300 Delegierten. "Der Hubert ist wichtiger als die Feuerwehr", sekundiert Generalsekretär Michael Piazolo. 

Bisher ist Aiwanger der große Durchbruch versagt geblieben. Bei der Landtagswahl 2013 verloren die Freien Wähler sogar leicht und rutschten knapp unter zehn Prozent. Die Kampagne gegen die Euro-Rettung floppte ebenso wie das Volksbegehren für die Wahlfreiheit zwischen acht- und neunjährigem Gymnasium. Aiwangers Sendungsbewusstsein hat das nicht beeinträchtigt. "Wir sind die Ideengeber der deutschen und der bayerischen Politik." Er sieht die Freien Wähler als "erfolgreichste politische Gruppierung" überhaupt. 

Ziel: In die Regierung

Neben dem Aufruf zum Bürgeraufstand stehen die Beteuerungen, die Freien Wähler seien keine Populisten. "Wir sind keine Protestpartei", sagt Simson Hipp, ein 30 Jahre alter Handwerker, den die knapp 300 Delegierten zu einem der drei Stellvertreter Aiwangers wählen. Die großen Ziele sind unverändert: Einzug in den Bundestag, Mitbestimmen in Bayern. "Unser Ziel heißt Regierungsverantwortung. Alles andere macht wenig Spaß", sagt Armin Kroder, Landrat im Nürnberger Land. 

Bayerns Landesgrenzen sind Aiwanger zu eng. 2017 soll beim nächsten Anlauf der Sprung in den Bundestag glücken. Bisher sind ihm zweimal unerwartete Konkurrenten in die Quere gekommen, die ihm und den Freien Wählern das Rampenlicht stahlen: Zuerst die Piraten von links, dann von rechts die AfD, deren Parteichef Bernd Lucke einst in Niedersachsen für die Freien Wähler kandidiert hatte. 

Der Absturz der FDP hat eine Lücke in der Parteienlandschaft geöffnet, die sowohl die AfD als auch die Freien Wähler besetzen wollen. Organisatorisch hat Aiwanger in den vergangenen Jahren die Weichen gestellt. Aus dem einstigen losen Zusammenschluss kommunaler Wählergruppen ist inzwischen eine Partei geworden, in der Aiwanger alle Fäden in der Hand hält. 

Frischzellenkur

Nun sollen die Freien Wähler einerseits regierungsfähige Mittelstandspartei sein wie einst die FDP - und andererseits im Stil einer außerparlamentarischen Protestbewegung einen Bürgeraufstand gegen die Trassen entfesseln. Ob das zusammenpasse, wird Aiwanger auf der Pressekonferenz gefragt. Der Parteichef sieht darin kein Problem. "Wir sind die politische Frischzellenkur für Bayern", sagt er.


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