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Buh-Rufe gegen Kliniken-Vorstand

Emotionen kochen über

Nachfolgender Text erschien im NT am 29. April 2009 unter (spz):Die bevorstehende Schließung des Neustädter Krankenhauses brennt den Bürgern auf den Nägeln. Rund 120 Gäste kamen am Montag zur Diskussionsrunde der Freien Wähler ins "Weiße Rößl", darunter auch Vertreter der Kliniken Nordoberpfalz AG. Moderator Gerhard Steiner hatte alle Hände voll zu tun, die teilweise äußerst erhitzten Gemüter zu kühlen. Vermisst haben manche Anwesende Landrat Simon Wittmann, den sie durch den Beitritt zur Kliniken AG als "wesentlichen Verursacher der gesamten Misere" ansahen, sowie Bürgermeister Rupert Troppmann.
Der scheidende Chefarzt Dr. Heinz Lutz bezeichnete es als traurig, "dass das beste Krankenhaus Nordostbayerns unter dem Strukturwandel leiden muss." Die Schließung unter anderem mit der schlechten Bausubstanz zu begründen, treffe so nicht zu. Es sei versäumt worden, die Stärke des Hauses herauszuheben. Auch ein 150-Betten-Haus habe in der Nähe einer Großklinik seine Berechtigung. Doch der Zug sei anscheinend abgefahren. Er hoffe aber dennoch, dass es weitergehe.

"Man hat uns hier verladen", schimpfte Stadtrat Oskar Schwarz (SPD), lange Jahre Mitglied im Krankenhausausschuss des Kreistages. Er habe gegen die Vorgehensweise seit Jahren im Stadtrat protestiert. Der Kreistag habe die Schließung von Häusern, speziell Neustadt, beschlossen und gesteuert. Er habe die Rechnungsprüfungsberichte von 1998 bis 2001 durchgearbeitet und kontinuierlich belegt, dass das Neustädter Haus mit seinen schwarzen Zahlen über Jahre hinweg Vohenstrauß und Eschenbach mitfinanziert habe.

Während der SPD-Mann sprach, gab es immer wieder lautstarke Buh-Rufe an die vermeintlichen Verursacher. Josef Götz, Vorstandsvorsitzender der Kliniken AG, wollte die Chance nutzen, einiges klar zu stellen. Doch Steiner ließ seine Wortmeldung zu diesem Zeitpunkt nicht zu.

Notärztin Dr. Gudrun Graf warnte davor, dass mit der Schließung des Krankenhauses auch der Notarztstandort abgezogen werde. Dies bedeute längere Anfahrtswege und habe zur Folge, dass so mancher Patient auf dem Weg zur Klinik dem Notarzt unter den Händen wegsterbe. Der Abzug bedinge auch den Wegfall von Arbeitsplätzen.

 

Die Emotionen kochten fast über, als Roswitha Jobst aus Neustadt über einen vor kurzem im Bayerischen Rundfunk gesendeten Film berichtete, der von einem in Weiden abgewiesenen Herzinfarktpatienten handelte. Laut Ärztlichem Direktor Dr. Manfred Hausel handelte es sich hier aber um eine von einem Rettungsassistenten frei erfundene Geschichte, die dieser als Studiengrundlage verfilmte.

Den Notarztstandort Neustadt sah Hausel als gesichert. Allerdings sei noch nicht entschieden, wo sich einmal die Räume befinden werden.

Kliniken-Vorstand Götz sah die Schuld an der gesamten Misere im Gesundheitswesen selbst. Die Schuld liege allein beim Bund. Anstatt die versprochenen finanziellen Hilfen zu gewähren, würde immer mehr gekürzt. Götz versicherte, dass auch weiterhin die Akutversorgung vor Ort gewährleistet sei. Chefarzt Dr. Karl-Heinz Dietl, der ebenfalls anwesend war, werde die chirurgische Versorgung von Dr. Lutz übernehmen. Zum Thema Palliativstation versicherte Götz, dass diese vorerst bleibe