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Aktuelles

Striezelmarkt in Dresden

Am Samstag, den 26.November, Fahrt zum Striezelmarkt in Dresden. Abfahrt um 7 Uhr an der Stadthalle in Neustadt - Preis 25 Euro, für Kinder und Jugendliche 13 €. Anmeldung bei Regina Kuhnle, Tel. 09602-37141.

Zoiglpunsch

Am Freitag, 2.12., gibt es Zoiglpunsch von 14:30 Uhr - 16:30 Uhr beim Edeka-Legat

Weihnachtsfeier

Am 9.12. findet die Weihnachtsfeier in der Gaststätte "Biergarten Gramau" ab 19:30 Uhr statt.

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Windräder für den eigenen Garten

Rund fünfzig Interessierte folgten der Einladung der Freien Wähler Neustadts zusammen mit ihrem Bundestagskandidaten Karl Meier zur Informationsveranstaltung „Windkraftnutzung für unsere Region“ ins Gasthaus „Zum Weißen Rößl“. Hauptreferent Klaus Bergmann, Diplomingenieur und auch Kreisrat, bezeichnete diese Art der Energiegewinnung als wesentlichen Bestandteil der Energiewende. Zurzeit sind seiner Aussage nach 868 MW installiert, das sind 2,8% der Stromgewinnung in ganz Deutschland, in Bayern beträgt dieser Wert zur Zeit 1%. Der Gesamtanteil der erneuerbaren Energiegewinnung im Freistaat beträgt insgesamt 25 %, wobei dies hauptsächlich durch Wasserkraftwerke geschieht. Die Ausbauziele der Landesregierung für erneuerbare Energien für das Jahr 2021 liege laut Bergmann bei rund 50%.  Derzeitige Schwerpunktgebiete sind Ober – und stehen zwei Windkraftanlagen der ersten Stunde.
In seinen weiteren Ausführungen ging Bergmann auf die Wirtschaftlichkeit und Akzeptanz solcher Anlagen ein. Der entscheidende Faktor hierbei ist natürlich das entsprechende Windpotential, welches vor allem an exponierten Standorten wie Höhenzügen. und Erhebungen gegeben ist. Als Steuerungsinstrument dienen die entsprechenden Regionalpläne. Kritisiert wurde in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass die Bayern teilweise mit unterschiedlichen Kriterien arbeiten, auch im Hinblick auf die Ausweisung von Vorranggebieten.
„Um die Energiewende voranzubringen, sind viele kleine Initiativen sowie die Bürgerbeteiligung notwendig“, so Bergmann. In diesem Zusammenhang sprach er auch die Nutzung kleiner Windkraftanlagen an. Sie seien zurzeit zwar noch etwas teuer, aber in den letzten zwei bis drei Jahren habe sich auf diesem Gebiet eine extrem dynamische Entwicklung eingesetzt. Kleine Windräder könnten in Garten und auf Dächern aufgestellt werden, wobei diese bis zu einer Höhe von zehn Metern genehmigungsfrei sind. Veranschaulicht wurde das Ganze durch ein kleines Windrad, welches von der Firma hm-pv aus Cham ausgestellt wurde. Hier wurde die Möglichkeit eines persönlichen Volkskraftwerks aufgezeigt, die sich zusammensetzt aus einer Photovoltaikanlage, einer Mikrowindkraftanlage sowie einer Sonnenbatterie im Kellerraum, welche die elektrische Energie speichert.  Für Interessierte gab der Bundesverband für WindEnergie ( BWE )ein Buch mit dem Titel „ Kleinwindanlagen“ heraus. Es ist ein Handbuch der Technik, Genehmigung und Wirtschaftlichkeit kleiner Windräder und gibt Einblick in die wichtigsten Prozesse der Projektplanung. Ein Zuhörer kritisierte, dass die Windräder doch öfters mal vom Betreiber abgeschaltet würden, wenn kein Bedarf bestehe. Dr. Peter Niebauer, 1. Vorsitzender des Landesverbandes „WindEnergie e. V.“ Bayern erwiderte darauf, dass sich daraus nur ein äußerst niedriger Verlust ergebe, der nicht erwähnenswert sei. Hier gelte außerdem das Vorrangsprinzip erneuerbarer Energien. Auch auf die Frage hin, ob es passieren kann, dass man auf seinem Strom sitzen bleibt, konnte Dr. Niebauer die Zuhörer beruhigen. Zurzeit ist auf dem Gebiet der Windernergie die Abnahme des Stroms, wie bei Photovoltaikanlagen, gesetzlich garantiert.
Privatpersonen, welche in Eigeninitiative Windräder aufstellen wollen, wird angeraten, sich auf jeden Fall fachlich beraten zu lassen. Man müsse aber bei den momentanen Gegebenheiten einen sehr langen Atem haben.
Am Ende wurden auch noch die Ungereimtheiten des jetzigen Windanlasses kritisiert. Laut Bergmann befinde sich dieser aber zurzeit in Überarbeitung. Ebenso wurde die  Abhängigkeitsfalle bei Energieimporten angesprochen, da über 50% aus politisch instabilen Ländern bezogen werde.  Dies erfordere eine rasche Energiewende hin zu erneuerbaren Energien und somit auch eine einhergehende Unabhängigkeit.